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20 praktische Umwelt-Tipps für zu Hause

01. Laut Umweltbundesamt genügt es in Privathaushalten mit gesunden Menschen, die Waschmaschine bei nur 30 Grad laufen zu lassen - das gilt sogar für Bettzeug und Handtücher.

02. Trockner sind extreme Stromfresser und brauchen für einen Durchgang dreimal mehr Energie als jede Waschmaschine. Daher die Wäsche - wenn möglich - immer an der frischen Luft trocknen lassen.

03. Kühlschrank auf 7 Grand Celsius und die Gefriertruhe auf -18 Grad Celsius einstellen. Und wer sich vorher überlegt, was er essen will, muss nicht grübelnd vor dem geöffneten Kühlschrank Energie verschwenden.

04. Backofen vorheizen? Kann man sich sparen. Das Essen wird so oder so gar und kross. Ob das heißersehnte Gericht fertig ist, sieht man übrigens auch gut, ohne den Backofen vorzuheizen.

05. Wasser für die Nudeln oder das Gemüse im Wasserkocher erhitzen und dann in einen Topf umfüllen. So kocht es viel schneller. Wichtig dabei: Immer nur so viel Wasser erhitzen, wie man wirklich benötigt.

06. Dauerhaft gekippte Fenster sind im Winter ein teurer Posten. Besser: Mehrmals täglich für einen kompletten Luftwechsel sorgen und fünf Minuten das Fenster weit öffnen. Während dessen gilt es, die Heizung auszudrehen.

07. Wer hundertmal etwas googelt, verbraucht so viel Strom wie eine 60-Watt-Glühbirne, die 28 Minuten lang angeschaltet ist. Also lieber kurz noch einmal in den Schubladen ʺWissenʺ oder ʺErinnerungenʺ des Gehinrkastens kramen oder im Lexikon nachschauen...

08. Obst und Gemüse kauft man am besten aus der Region und zur jeweiligen Saison. Das spart unnötige Transportwege, beispielsweise von Trauben aus Chile oder Tomaten aus Israel.

09. Perfekt, wenn die regionalen Produkte auch noch 'bio' sind: Ökobauern verzichten nämlich auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel. Auch Gentechnik ist im Ökolandbau streng verboten.

10. Jeder Deutsche isst etwa 88 Kilo Fleisch pro Jahr. Wer ein glückliches Tier auf seinem Teller schätzt, sollte genau auf dessen Herkunft achten: Nur 5% der Rinder, 1% der Schweine und 3% der Masthühner kommen aus ökologischer Viehwirtschaft.

11. Bei fair gehandelten Produkten erhalten die Erzeuger einen festgelegten Mindestpreis. Zudem werden Umwelt- und Sozialstandards bei der Produktion kontrolliert.

12. Je kleiner die Verpackung, desto mehr Müll fällt an - im Verhältnis gesehen. Wer auf die Miniportionen verzichtet, spart neben Abfall auch Geld: Im Vergleich zu Großpackungen sind sie oft deutlich teurer.

13. Glas statt Plastik kaufen. Das gilt nicht nur für Getränkeflaschen, sondern auch für Geschirr. Zwar sind die meisten Kunststoffe nicht mehr so giftig wie vor einigen Jahrzehnten, aber sie lassen sich schlecht wiederverwerten und werden aus Erdöl gewonnen.

14. Für ein Baumwoll-Shirt werden 2.000 Liter Wasser und 150 Gramm Pestizide verbraucht. Besser für die Haut und Umwelt sind Produkte aus Öko-Baumwolle. Wer sie kauft, hilft auch denen, die die Rohstoffe ernten und verarbeiten.

15. Brillen zu tragen ist lässig und schont - verglichen mit Kontaktlinsen - die Umwelt. Die Gestelle und Gläser sind langlebiger und man muss sie nicht ständig chemisch reinigen.

16. Plastiktüten behindern Abbauprozesse auf der Müllhalde und es werden Giftstoffe beim Verbrennen freigesetzt. Nicht mehr in Los Angeles: Dort sind umweltschädigende Plastiktüten seit Mai 2012 in allen Läden verboten.

17. CDs und DVDs bestehen aus wertvollem Kunststoff, gehören aber nicht in gelbe Säcke oder Tonnen. Dennoch sollten sie recycelt werden: Aussortierte Filme und Musik kann man mit Freunden tauschen oder im Wertstoffhof abgeben.

18. Alte Handys und MP3-Player will keiner mehr. Die Rohstoffe darin sind aber noch brauchbar, deshalb nehmen viele Hersteller und Mobilfunkanbieter sie zurück. Manchmal sogar gegen Bares. Einfach nachfragen!

19. Jeder Deutsche kommt auf einen CO2-Ausstoß von 11 Tonnen im Jahr - unter anderem, weil wir viel fliegen. Faustregel: Unter 700 Kilometern den Zug nehmen, ab 700 Kilometern 8 Tage bleiben, ab 2.000 Kilometern mindestens zwei Wochen.

20. Statt Muscheln mal Plastik sammeln: Beim ʺInternational coastal cleanup dayʺ treffen sich Freiwillige aus aller Welt, um an Ufern und Stränden (Plastik-)Müll einzusammeln. Oder mal an einer DAEJAYON-Cleanup Aktion teilnehmen.

Quelle: S. Reeves, J. Hofer, D. Kronzucker (Hg.): 500 junge Ideen, täglich die Welt zu verbessern, Rowohlt, 2011